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MICHAELSKIRCHE

Die Kirche Meiringen

Die einst dem Heiligen Michael, dem Seelenwäger, geweihte Kirche ist die Hauptkirche des Haslitales. Seit dem Frühmittelalter steht das Gotteshaus am selben Ort. Sogar römische Bauteile wurden im Altar wiederverwendet. Sie kommen wohl nicht von weit her. Im Mittelalter war die Kirche im Besitz des Deutschen Königs. Mehrfach wurde sie durch Murgänge der Wildbäche verschüttet und zerstört, aber immer wieder am gleichen Ort erneuert, allerdings auf einem stetig anwachsenden Bodenniveau.

1915 musste der hölzerne Fussboden der heutigen Kirche von 1684 erneuert werden. Dabei wurden unter fünf Metern Schutt Reste von älteren Kirchenbauten wiederentdeckt und zugänglich gemacht. Sie wurden 2005 durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern konserviert und mit einem Besuchersteg zu einem faszinierenden Einstieg in rund 1000 Jahre Baugeschichte ausgestaltet. Bedeutend sind Teile des nach 1234 entstandenen Lazariterkonvents mit Wohnturm der Rittermönche; die romanische Chorschranke des 13. Jahrhunderts gehört zu den besterhaltenen überhaupt. Heute können die Reste von acht mittelalterlichen Gotteshäusern besichtigt werden.

Wussten Sie übrigens: Der Holzdeckel über dem archäologischen Untergrund wirkt wie ein Schwingboden, dem die Meiringer Kirche ihre legendäre Akustik verdankt.

Dr. Daniel GUTSCHER
Archäologe / Kunsthistoriker
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